04.07.2026 Überraschungsfahrt Amberg Plättenfahrt
Heute habe ich meinen Mitgliedern und Gästen erklärt, dass wir Wassergleiten, mit Holzstämmen die im Wasser schwimmen. Jeder bekommt einen - auf die setzen wir uns dann drauf und lassen uns im Wasser treiben. Wir müssen halt schauen, dass keiner abtreibt. Sollte einer mit seinem Holzstamm zu schnell werden muss er absteigen, den Holzstamm kurz anhalten und dann wieder aufsteigen und weiter geht’s - das schafft ihr alle mehr als runterfallen kann keiner. Ich kann euch beruhigen das Wasser ist nicht tief, das Schaffen auch Nichtschwimmer, hat man mir gesagt. Das wird ganz super, stelle mir jetzt schon vor, wenn wir nach einer guten Stunde zurück sind wie wir dann aussehen, wenn der ein oder andere mehr oder weniger triefend aus dem Wasser steigt. Ich versichere euch, dass ihr dieses Erlebnis nie vergessen werdet.
Unsere Fahrt ging nach Amberg. Dort machten da eine Plättenfahrt auf der Vils. Wir genossen die Fahrt, während die die Plätte auf der Vils dahinglitt. Während wir dem Plätschern der Vils lauschten, tauchten wir in eine traumhaft schöne Landschaft, der früheren Lebensader Ambergs, in die Vilsauen ein. Wir fuhren von der Schiffbrücke bis zur Drahthammerwiese in das ehemalige Landesgartenschaugelände. Wir waren dort eine Stunde unterwegs.
Amberg ist eine kreisfreie Stadt im Regierungsbezirk Oberpfalz in Ostbayern und gehört zur Metropolregion Nürnberg . Sie liegt an der Bayerischen Eisenstraße , die zwischen Pegnitz und Regensburg die historischen Industrie- und Kulturdenkmale verbindet.
Amberg wurde 1034 als „Ammenberg“ zum ersten Mal urkundlich erwähnt. Der   Begriff   „Ammenberg“   bedeutet   ‚Berg/Burg   des   Ammo‘.   Im   Mittelalter   war   Amberg   ein   bedeutender   Umschlagplatz   für Eisen   und   Eisenerz .   Zwischen   dem   14.   und   17.   Jahrhundert   war   das   Amberger   Land   eines   der   Zentren   des   Eisenerzbergbaus in   der   Oberpfalz .   Anschließend   wurde   das   Eisen   über   die   Vils   nach   Regensburg   verschifft.   Auf   der   Rückfahrt   –   die   Schiffe wurden   von   Pferden   flussaufwärts   getreidelt   –   war   Salz   geladen.   An   den   Salzhandel   erinnern   heute   noch   Straßennamen   wie Salzstadelplatz, Salzgasse oder Hallplatz. 1417    ließ    Kurfrst    Ludwig    III.    das    Kurfürstliche    Schloss    erbauen.    1474    fand    in    Amberg,    begleitet    von    glanzvollen Feierlichkeiten,   die   „ Amberger   Hochzeit “   zwischen   Philipp ,   dem   Sohn   des   pfälzischen   Kurfürsten   Ludwig   IV. ,   und   Margarete , der   Tochter   des   Herzogs   Ludwig   IX.   von   Bayern-Landshut ,   statt.   Dieses   Ereignis   fand   reichsweite   Beachtung   und   ist   mit   der ein Jahr später veranstalteten Landshuter Hochzeit durchaus vergleichbar.
Amberg, das durch den Eisenerzbergbau reich geworden ist, leistete sich ab dem 14. Jahrhundert eine gigantische Stadtbefestigung. Sie muss in der damaligen Zeit so furchteinflößend gewesen sein, dass sie bis 1703 nie ernsthaft belagert wurde. Über 100 Türme und mehrere Kilometer zweireihige Stadtmauern beschützten die Amberger. Die ganze Stadt wurde durch den stets gefüllten und aufgestauten Stadtgraben zu einer Wasserfestung. Während des Dreißigjährigen Kriegs fiel 1621 Amberg mit der Oberpfalz an Bayern. Heute    ist    Amberg    eine    historische    Stadt    mit    jungem    Charme.    Sie    gilt    als    eine    der    schönsten    Städte    Bayerns.    Die mittelalterliche   Altstadt   ist   beinahe   vollständig   erhalten   und   ist   von   einer   Ringmauer   mit   vier   Toren   umgeben   der   früheren Stadtbefestigung.   Doch   nicht   nur   für   seine   historischen   Sehenswürdigkeiten   und   alten   Gebäude   ist   die   Stadt   Amberg   bekannt. Man nennt sie auch Bierstadt und Luftkunstort.
Nach der Plättenfahrt gingen wir zur Gasthausbrauerei Schloderer Bräu zum Mittagessen. Das Essen war reichlich, sehr gut und preislich günstig wie z. b., Schweinebraten mit Knödel und dunkler Biersauce 10,90€; da kann man nichts sagen in der heutigen Zeit.
Um 13:45 Uhr wurden wir von 2 Stadtführerinnen direkt vom Lokal abgeholt. Die Führung sollte eine Stunde dauern, gedauert hat sie aber fast 2 Stunden, das war fast zu lange. Anschließend hatten wir noch Zeit zur freien Verfügung und das alles bei strahlendem Sonnenschein.